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Statusbericht XXIII – Lachszentrum Hasper Talsperre, Mai 2019

Hier: „Lachszentrum Hasper Talsperre“

21.05.2019

Umbau der Fischzuchtanlage

Durch die Inbetriebnahme des Wasserwerkes wird uns in Zukunft weniger Frischwasser zur Verfügung stehen. Wir haben das Jahr 2018 genutzt, um in Gesprächen mit Enervie eine Lösung für die Weiterführung der Fischzucht zu finden. Diese Gespräche sind sehr konstruktiv und zielführend verlaufen. Die Anlage wird auf Kreislauftechnik umgebaut und die Frischwasserzufuhr auf 2 l/s reduziert. Hierzu ist die Errichtung eines weiteren Zeltes, in der die erforderliche Technik platziert wird, notwendig. Maßnahmenbeginn ist das Frühjahr 2019 – wann diese abgeschlossen sein wird, steht noch nicht fest und ist auch von Faktoren abhängig, die wir nicht beeinflussen können. Die Investitionssumme wird sich auf ca. Euro 250.000,- belaufen.

Unterstützung könnten wir u.a. in folgenden Feldern gebrauchen:

  • Betonbau; unterirdisch
  • Gebäude- oder Zeltbau
  • Klimatechnik
  • Kunststofftechnik; Rohre, Fittings, PE-Behälterbau usw.
  • Elektrotechnik; Kabel, Trafo, Schaltkästen usw.
  • Stapler-, Bagger- oder Kranverleih
  • Geld
  • Men-Power

Laichfische

Der Laichfischbestand entwickelt sich „traumhaft“. Wir haben in den letzten Jahren sehr viel gelernt.  Es treibt mir die Freudentränen in die Augen, wenn ich diese Fische sehe. Die ersten Mehrfachlaicher werden bis November sicher ein Gewicht von 5 kg erreicht haben. Nunmehr werden wir weitere Versuche zur Optimierung der Geschlechtsprodukte durchführen – ich glaube, dass wir hier noch ein wenig Verbesserungspotential haben.

Sömmerlinge 2019

Im März haben wir bei 4 Grad Wassertemperatur mit der Anfütterung begonnen. Bis zum heutigen Tag sind die Verluste gleich „Null“. Interessante Erkenntnisse gibt es hinsichtlich der Abwachsraten der verschiedenen Herkünfte. Hierüber werde ich im nächsten Newsletter ausführlicher berichten.

Wissenschaftliche Unterstützung

Bachelor Student Julian, Heinreich Heine Universität DüsseldorfJulian, Student der Biologie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, hat bei uns ein mehrwöchiges Praktikum absolviert und ist gerade dabei, seine Bachelor-Arbeit zu schreiben. Es ist heute schon absehbar, dass seine Forschungsergebnisse unsere tägliche Arbeit positiv beeinflussen werden. Außerdem erwarte ich wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf Abwachsraten bei Parrs und Smolts sowie Sterblichkeitsraten bei der Smoltifikation.

Ausblick

Die Umstellung auf Kreislauftechnik stellt für unseren kleinen Verein noch einmal eine sehr große Herausforderung dar. In den letzten 15 Jahren konnten alle Probleme Dank einer hervorragenden Teamarbeit gelöst werden. Nach der Umstellung werden wir lernen müssen, erfolgreich mit der neuen Technik umzugehen – aber dann haben wir optimale Bedingungen und werden auch die Produktion erheblich steigern können.

Gemeinsam machen wir es möglich

Ihr Dietmar Firzlaff