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Statusbericht VI – Lachszentrum Hasper Talsperre, 2010

Lachszentrum Hasper Talsperre:
Kurzbericht über die wichtigsten Punkte des Jahres
Text: Dietmar Firzlaff

Der Winter 2009/2010 war außergewöhnlich kalt und lang; entsprechend waren die Bedingungen und vor allem die Wassertemperaturen an der Hasper Talsperre.

Dennoch hat unser bewährtes Team die Smolts im Frühjahr ohne Probleme verladen können. Mehrere LKW’s waren notwendig, um alle Lachse abzuholen. Die Transporte fanden an verschiedenen Tagen jeweils in den frühen Morgenstunden statt und verliefen reibungslos.

Die Anfütterung der Brütlinge erfolgte ca. zwei Wochen später als in den Jahren zuvor, in denen wir die Fische in der Regel Ende April / Anfang Mai angefüttert hatten. Diesen Zeitverzug haben die Lachse relativ schnell kompensiert. Den Grund hierfür sehe ich vor allem im raschen Wassertemperaturanstieg in der Talsperre im Mai/Juni. Durch die anhaltend heißen Tage stieg die Wassertemperatur auf nachhaltig 21 Grad – dies scheint kein Nachteil zu sein. Die Lachse wuchsen sehr schnell ab; die Verlustraten waren noch geringer als in den Vorjahren – siehe hierzu auch das Protokoll der Kontrolluntersuchung durch den Fischgesundheitsdienst. pdf lesen

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei den Mitarbeitern des Fischgesundheitsdienstes für die professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen zehn Jahren bedanken.

Der Besatz mit Sömmerlingen ist bereits abgeschlossen. Die in der Anlage verbliebenen Lachse sind jetzt schon größtenteils über 9 cm. Bei normaler Wetterentwicklung ist daher im kommenden Frühjahr mit sehr kräftigen und großen Smolts zu rechnen.

Die Elternfischhaltung entwickelt sich langsam aber sehr erfolgreich. Verluste treten praktisch nicht mehr auf. Die Zuwachsraten der Weibchen werden jedes Jahr besser, was sicherlich mit der Verbesserung der Fütterung zusammenhängt. Die Fische zeigen durch ihr Verhalten im Becken bereits heute schon, dass die Laichzeit bevorsteht. Ich bin gespannt, ob sich die hohen Erwartungen an die Eiqualität erfüllen.

Auch die aktuellen „Transpondersmoltanwärter“ sind im Vergleich zu denen der vergangenen Jahre erheblich größer. Besonders erfreulich ist vor allem, dass die Smoltifikation im Frühjahr 2010 weitgehend verlustfrei verlief.

Gemeinsam machen wir es möglich.

Ihr Dietmar Firzlaff

Lachszentrum Hasper Talsperre