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Lachse gehen auf Wanderschaft

12 000 Fische in der Ruhr eingesetzt

Von Klaus Johann

Der Lachs kommt zurück. 12 000 Fisches schwammen gestern wieder in der Ruhr. Mitarbeiter des Staatlichen Umweltamtes (StUa) und des Vereins „Atlantischer Lachs“ setzten die Meereswanderer gestern vor dem Ruhrorter Wehr ein.

Mit dem ökologischen Projekt wollen Umweltamt und Naturschützer versuchen, den Lachsen wieder die Heimat zu geben, die ihnen nach dem Krieg genommen wurde. Mit zunehmend schlechterer Wasserqualität, Zerstörung der Laichplätze und dem Aufbau von Barrieren durch etliche Wehranlagen verabschiedete sich der Lachs aus der Ruhr. Heute gilt der Fluss als recht sauberes Gewässer. Und auch die Hindernisse scheinen für Lachse nicht mehr unüberwindbar. „Von den 13 Staustufen bis zum Harkortsee“, so Jürgen Buderus vom Staatlichen Umweltamt, „sind nur fünf nicht mit Fischtreppen ausgestattet.“Schon bald, so hoffen die Naturschützer, sollen alle Hindernisse verschwunden sein. Denn in zwei bis drei Jahren sollen sich die Lachse nach ihrer Wanderung zum Atlantik wieder auf den Rückweg machen: zum Laichen an die Ruhr.

Dass sie zurück finden, daran zweifeln die Reisebegleiter nicht. Während der Fahrt auf einer Schute von Bochum nach Duisburg pumpten sie ständig Ruhrwasser ins Schiffsbecken. Der Geschmack soll den Lachsen helfen, die Heimat wieder zu finden. Mit einer speziellen Fangeinrichtung sollen sie am Ruhrwehr „empfangen“ werden und zur künstlichen Vermehrung beitragen.

Dietmar Firzlaff vom Verein Atlantischer Lachs setzt junge Lachse in die Ruhr.
12 000 Fische - noch sind sie erst 10 cm lang - sollen zunächst bis zur Nordsee, dann bis zum Atlantik schwimmen und zum Laichen wieder zurückkehren.

12.04.2003 WAZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG

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