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ÖKOLOGIE / Haus Ruhrnatur zeigt, wie Salme und andere Wanderfische gefördert werden.
Bislang wurden in der Ruhr nur wenige Lachse entdeckt, zuletzt vor einigen Tagen, als Stefan Jäger, Geschäftsführer der Ruhrfischereigenossenschaft zur Vorbereitung der Fisch-Ausstellung im Haus Ruhrnatur die Reusen ins Wasser ließ. Ein 83 Zentimeter großes Weibchen angelte er, was ihm mindestens ebenso viel Freude machte, wie der Wels und die seltene Flunder. Da war sogar Jäger platt. Diese Exemplare und weitere Fische sind noch bis zum 29. Februar in Aquarien in Haus Ruhrnatur zu bestaunen. Dazu gibt es umfangreiche Infos über Lachse und andere schuppige Ruhr-Bewohner.
An der Sieg, wo das Wanderfischprogramm bereits schon 1987 startete, zählten die Angler zwischen 1990 und 2001 insgesamt 601 Salme. So viele sollen sich bald wieder in der Ruhr tummeln. 8000, etwa sechs Zentimeter große Jungfische hat man letztes Jahr in den Deilbach, der in den Baldeneysee mündet, ausgesetzt. Besser gesagt, sie kamen zunächst in ein Bassin in einem Boot, in das kontinuierlich frisches Ruhrwasser gepumpt wurde.
Die Wasserzufuhr soll sie prägen und ihnen ermöglichen, dass sie in ein paar Jahren den Weg von ihren nordatlantischen Nahrungsgründen zurück in die Ruhr finden. Zwischen Duisburg und Mülheim wurden 5000 größere Tiere ausgesetzt. Davon wird nur ein Teil zurückkehren, denn die Fische sind auf der langen Tour ein Leckerbissen für fliegende und schwimmende Räuber.
Wehre und Schleusen verhindern noch die normale Wanderbewegung. Mülheim ist barrierefrei, aber schon in Kettwig endet die Rückkehr der Lachse vor einer Staumauer. Bis 2010 sollte die Ruhr bis zur Volme durchgängig sein, hoffte Jäger vor zwei Jahren, als noch Geld vorhanden war. (stt)
Der Atlantische Lachs e.V. Stauseebogen 23 45259 Essen Tel. 07 00 / 33 75 22 47