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Der König der Fische soll wieder in dem Fluss angesiedelt werden
In den 60er Jahren hat er die Ruhr verlassen. Zu viel Dreck im Wasser machte dem König der Fische das Leben im Fluss zu schwer. Heute, gegen 17 Uhr, kehrt der Lachs zurück.
Der Verein Atlantischer Lachs hat in der Lachsaufzuchtstation Hagen-Haspe 40 000 Lachseier ausbrüten lassen und aufgezogen. Weil dies ein kostspieliges Verfahren ist, sollen möglichst viele dieser Jungfische zum Meer wandern und dann als Rückkehrer nach drei bis fünf Jahren wieder ruhraufwärts zu den neuen Laichgebieten ziehen.
Um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen, haben sich die Verantwortlichen etwas ganz Besonderes ausgedacht: Die kleinen Lachse haben auf der Ruhr eine Schiffsreise angetreten. In einer umgebauten Arbeitsschute des Staatlichen Umweltamtes Duisburg wurde ein Behälter installiert, der laufend von Ruhr-Wasser durchströmt wird.
So sollen die kleinen Lachse während der Schiffstour über mehrere Tage auf das Gewässer geprägt werden, bevor sie am heutigen Freitag gegen 17 Uhr an der Ruhrschleuse in Ruhrort in die Freiheit entlassen und auf ihre große Reise zum Atlantischen Ozean geschickt werden.
Das Verfahren hat den Vorteil, dass die Verluste durch Raubfische und Wasservögel minimiert werden und eine möglichst große Zahl der Smolts - wie die Junglachse in Fachkreisen genannt werden - die Reise antreten kann.
Bis die Lachse sich dann in drei bis fünf Jahren wieder auf die Rückreise zum Oberlauf der Ruhr machen, sollen auch die Fischpassagen an den Wehren und Schleusen fertig sein. (auf)
10.04.2003
NRZ / LOKALAUSGABE / DUISBURG
Der Atlantische Lachs e.V. Stauseebogen 23 45259 Essen Tel. 07 00 / 33 75 22 47