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In zwei Jahren wieder Lachse in der Lenne

Beweis für Renaturierung der Gewässer - Vorarbeiten laufen

Lachsbrütling

Lachsbrütling

Hagen(tu) In zwei Jahren will Dr. Rainer Hagemeyer, Vorsitzender des Landesverbandes Westfalen-Lippe im Fischereiverband, die ersten Lachsbrütlinge in Lenne, Volme und Ennepe einsetzen. Sie sollen der sichtbare Beweis sein für die erfolgreiche Renaturierung der heimischen Flüsse.

Damit Lachse oder Meerforellen wieder heimisch werden können, sind zahlreiche Vorarbeiten zu leisten. Um die Maßnahmen für das "Wanderfischprogramm Lachs 2010 im Bereich Ruhr-Lenne“ zu koordinieren, trafen sich jetzt Vertreter der anliegenden Kreise Olpe, Märkischer Kreis, Ennepe-Ruhr und der Stadt Hagen sowie die Fachleute der verschiedenen betroffenen Behörden vom Landesumweltministerium über den Regierungsbezirk bis zum Ruhrverband, um die anstehenden Maßnahmen zu koordinieren.

Angestoßen wurde das Programm vom Fischereiverband Nordrhein-Westfalen, der 260 000 aktive Angler vertritt. Erste positive Erfahrungen wurden bereits im rheinischen Bereich erzielt, wo sich im Rhein und in der Sieg Lachse tummeln und auch an Wupper und Ruhr finden Aktivitäten statt.

Jetzt sollen auch die Ruhr von Duisburg bis zur Einmündung der Lenne in Hagen mitsamt allen Nebenflüssen und Bächen so umgestaltet werden, dass die Fische aufwärts und abwärts wandern können.

Brutzentrum in Hagen beschickt die Flüsse

Eine gewaltige Aufgabe, versperren allein in der Lenne über 60 Wehre den Fischen den Weg. Sie alle müssen umgestaltet werden. In Duisburg gilt es, drei große Wehre umzubauen, am Kettwiger Stausee werden die Arbeiten im kommenden Jahr beginnen. Für das neun Meter hohe Wehr am Baldeneysee wird zur Zeit eine Machbarkeitsstudie erstellt und in Hattingen wird zur Zeit der Bau einer kombinierten Fischtreppe mit Bootsrutsche ausgeschrieben.

In Hagen wurde bereits der gesamte im Stadtgebiet liegende Lauf der Ennepe durchgängig umgestellt. Eine Maßnahme, die nun im Oberlauf in den Städten Gevelsberg und Ennepetal ihre Fortsetzung finden soll.

In Hagen soll für den Bereich Ruhr-Lenne ein Lachs- und Meerforellenzentrum eingerichtet werden, in dem eine Million Lachseier eingebrütet werden können und eine Million bis zu vier Zentimeter lange Fische vorgehalten werden. Sie sollen in den verschiedenen Flüssen eingesetzt werden.

Westfälische Rundschau 2002

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