Sie sind hier: Pressearchiv > Presse 2002 > Ruhr Nachrichten, November 2002
Die Lachse im Rhein sind auf dem Vormarsch. Immer mehr dieser an der Sieg ausgesetzten Wanderfische kämen an ihre angestammten Laichplätze zurück, sagte Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) am Wochenende. Seien vor dem Start des Wanderfischprogramms 1998 am Rhein lediglich bis zu 16 Rückkehrer pro Jahr gezählt worden, passierten in diesem Jahr bis Mitte November schon mehr als 150 Fische die Kontrollstellen.
Ich bin schon sehr zufrieden. Nach Worten von Höhn will das Programm, an dem sich alle am Rhein gelegenen Bundesländer beteiligen, die Wanderfische zurück in ihre ursprünglichen Gewässer zu holen. Dazu seien seit 1998 Laich und kleine Fische ausgesetzt worden , sagte sie. Dabei haben uns die Angler sehr geholfen. Wir wollen einen Minimalbestand von rund 1000 Lachsen erreichen, damit sich die Fische auch selbst vermehren können. Von dem Programm profitieren auch Meerforelle, Fluss-oder Meerneuauge. Lachs sei aber der Pilotfisch. Zu Jahresbeginn will die Umweltministerin die nächste Phase des Wanderfischprogramms bis 2006 vorstellen. Für diese vier Jahre werde NRW 3 Millionen Euro bereitstellen, sagte sie. So gehe die Verbesserung der Kiesbetten in denn Flüssen weiter. Flüsse müssten naturnaher und durchgängig gemacht werden, damit die Lachse auch ihre Laichgründe erreichen können.
Für eine bessere Wasserqualität müsse allerdings auch die Landwirtschaft noch einen grösseren Beitrag leisten. "Wir bieten den Landwirten Förderprogramme an, damit sie extensiver wirtschaften und weniger Schadstoffe in die Flüsse ableiten. Noch vor 100 Jahren habe es hunderttausende Lachse am Rhein gegeben, sagte sie. "Lachs war das Arme-Leute-Essen." Inzwischen müsse man nicht mehr nach Alaska, Irland oder Island fahren, um springende Lachse zu sehen:"Es gibt sie hier bei uns." dpa
Ruhr Nachrichten 25. Nov. 2002
Flussaufwärts springender Lachs
Der Atlantische Lachs e.V. Stauseebogen 23 45259 Essen Tel. 07 00 / 33 75 22 47