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Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
heute wende ich mich an Sie, weil meine Kunden und ich seit Jahren ein großes Problem im niederländischen Rheindelta-Gebiet verfolgen, welches unbedingt und zum Erfolg der internationalen Lachswiederansiedlungsprojekte im Rheingebiet gelöst werden muss!
Jährlich werden von den Rheinanliegerstaaten Schweiz, Frankreich, Deutschland und Luxemburg über eine Million Lachssetzlinge ausgesetzt. Doch trotz dieser intensiven Besatzmaßnahmen geht die Anzahl der Rückkehrer aus dem Atlantik stetig zurück.
Fast alle Lachs- und Meerforellen - Rückkehrer in den Rhein werden von vielen tausend Netz- und Reusenfischern gefangen und sogar illegal vermarktet. Der Artikel vom 20.07.2005 in der niederländischen Tageszeitung De Volkskrant war in dieser Beziehung sehr aufschlussreich und bestätigt unsere seit Jahren gehegten Vermutungen sehr eindrucksvoll! Wir gehen davon aus, dass Sie den Artikel kennen und auch Sie zur Lösung der Probleme beitragen möchten.
Im Deltarhein stehen nach unseren Informationen viele Tausend Netze und Reusen, die weder den abwandernden Smolts noch den adulten Rückkehrern ein Durchkommen ermöglichen. In Kiemennetzen und Reusen gefangene und eventuell zurückgesetzte Fische sind durch Schleimhaut und Kiemenverletzungen dem sicheren Tod geweiht und verloren.
Mit großer Verwunderung und Bestürzung haben wir zur Kenntnis genommen, dass der Allgemeine Inspektionsdienst (AID) des verantwortlichen niederländischen Ministeriums für Landwirtschaft, Natur und Ernährungsqualität keinen Grund für gezielte Kontrollen der längst ausgeuferten und illegalen Netz- und Reusenfischerei auf Wandersalmoniden im Rheindelta sieht.
Wenn man bedenkt, wie viele Stunden und Tage meine Kunden und ich pro Jahr mit der Erbrütung, Aufzucht, Besatz der Lachse und den kontinuierlichen Kontrollen ehrenamtlich beschäftigt sind, um den Artenschutzprojekten zum Erfolg zu verhelfen, so ist es uns völlig unverständlich, dass in den Niederlanden nicht in die ausgeuferte Netz- und Reusenfischerei von Staats wegen eingegriffen wird.
Ich bitte Sie sich dafür einzusetzen, dass in den Niederlanden dieser illegalen Netz- und Reusenfischerei auf Lachse und Meerforellen unverzüglich ein Ende gemacht wird und die zuständigen Ministerien, staatlichen Stellen, Behörden und Aufsichtsorgane ihren Verpflichtungen zur Abstellung dieser gravierenden Missstände gerecht werden! Ohne Ihre Mithilfe werden die teueren Wiederansiedlungsbemühungen erfolglos bleiben.
Ich würde mich freuen, wenn Sie unsere Bedenken teilen und sich persönlich dafür einsetzen würden, dass das Problem der unkontrollierten Reusen und Netzfischerei im Deltarhein sowie der illegale Verkauf der Lachse und Meerforellen strikt verfolgt und unterbunden wird.
Hierfür wären meine Kunden und ich Ihnen zu großem Dank verpflichtet.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Schmidt
Steffen Schmidt
Angler-Paradies
Rathausstr. 1a
35792 Löhnberg
Der Atlantische Lachs e.V. Stauseebogen 23 45259 Essen Tel. 07 00 / 33 75 22 47